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Viel Lärm um Nichts

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Viel Lärm um Nichts

Der Lärm, der am Wochenende 5.-7.April in der Aula der Schule am Silahopp ertönte, war der langanhaltende Applaus der Zuschauer, die in drei ausverkauften Vorstellungen die Darbietungen der Theater-AG des Salzachgymnasiums feierten. Drei mal zwei Stunden lang waren die Fetzen geflogen zwischen der temperamentvollen Beatrice (Sophia K.) und dem nicht minder energischen Benedikt (Jakob G.) sowie den anderen Bewohnern des Hofes von Gouverneur Leonato (Nelson L.) und seiner Frau (Claire S.).

William Shakespeare, der seine trubelige Komödie „Viel Lärm um nichts“ im sonnigen Messina angesiedelt hat, kennt die Zutaten für einen unterhaltsamen Abend natürlich: die Männerfreundschaft zwischen dem Prinzen Don Pedro (Ole v. d. L.), Claudio (Philipp M.) und Benedikt muss sich ebenso beweisen, wie die Liebe von Claudio und der schönen Hero (Antonia B.), denn der missgünstige Halbbruder Don Pedros, der finstere Don Juan (Lennard C.) lässt keine Gelegenheit aus um Intrigen zu spinnen und das junge Glück zu torpedieren. Zwischendrin versuchen Benedict und Beatrice mit herrlichen Wortgefechten, sich ihrer gegenseitigen Abneigung zu versichern, damit sie (sich) nicht eingestehen müssen, wie sehr sie einander lieben. Eine Gruppe planloser, aber diensteifriger Polizisten, angeführt von einem gewichtigen Ermittler-Duo (wunderbar verkörpfert von Timo G. und Filiz W.), ermöglicht schließlich das glückliche Ende für alle, indem es zufällig die wahren Übeltäter entlarvt.

Dass diese über vierhundert Jahre alte „romantic comedy“ heute noch genauso gut funktioniert, wie zu Shakespeares Zeiten, liegt nicht nur am Genie des Autors, sondern auch an dem Talent und der schier unglaublichen Spielfreude dieses bis in die Nebenrollen top besetzten Schüler-Ensembles. In wunderschönen, im Stil an die 50er-Jahre angelehnten Kostümen (die Damen in Petticoat-Kleidern, die noblen Herren in klassicher James-Dean-Optik, perfekt bis zur gegelten Haartolle) spielten sich die Darsteller durch zwei atemlose Stunden in die Herzen der Zuschauer.

Absolute Highlights waren dabei jeweils die Einsätze der vierköpfigen Theater-Band (Elisa S., Chiara Z., Julia K., Paul A.), welche Zwischenszenen und Pantomimen musikalisch begleiteten und das Stück im stimmig choreographierten Schlusslied „Chapel of love“ enden ließen. Drei wunderbare Theaterabende, die viel zu schnell vorbei waren, aber den Beteiligten lange im Gedächtnis bleiben werden.