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Berichte/Presse

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Buongiorno o buonasera caro lettore

Autor: Redakteur
Artikel vom 24.06.2018

Am Montag, den 14. Mai war es endlich soweit und wir Schüler der Jahrgangsstufe 1 fuhren voller Vorfreude zu einer fünftägigen Studienfahrt entweder nach Hamburg oder nach Torbole an den Gardasee. Wie mein italienischer Einleitungssatz vermuten lässt, verbrachte unsere Gruppe die Woche am Lago di Garda, an welchem wir eine sehr coole und spaßige Zeit hatten.

Nachdem wir uns an besagtem Tag, kurz vor 6 Uhr morgens in Maulbronn auf dem Schefenacker trafen, waren wir pünktlich zur vollen Stunde mit einem kleinen und gemütlichen Reisebus losgefahren. Zum Glück gab es auf dem kompletten Hinweg keine wirklichen Staus, weshalb wir für die über 560 Kilometer Strecke nur an die 9 Stunden gebraucht hatten und ungefähr um 15 Uhr ankamen.
Zunächst bezogen wir unsere Zimmer, bevor wir mit Herr Iwanski und Frau Huber Torbole besichtigten, wobei wir unter anderem in einem nahegelegenen Supermarkt einkaufen waren und einen Spaziergang entlang der Strandpromenade unternommen hatten. Anschließend waren wir, wie in Zukunft jeden Abend, gemeinsam im Hotel Abendessen, bei dem es, wie auch zum Frühstück, ein Buffet mit einer ordentlichen Auswahl gab. Über das Hotel La Vela möchte ich an der Stelle nicht mehr Worte verlieren, als das es allem in allem okay war.

Am Dienstag, unserem ersten richtigen Tag, stand eine ganztägige Radtour auf dem Plan, auf die wir uns trotz strömenden Regens und obwohl wir die Wahl gehabt hätten, diese nach hinten zu verschieben, sofort begeben hatten. Niemand hatte einen Einwand und somit wollten wir einstimmig direkt losfahren, anstatt auf eine Besserung des Wetters zu warten, wovon sogar der Besitzer des Bike Shops, bei dem die Fahrräder ausgeliehen wurden, begeistert war.
Auf einer Strecke von insgesamt 44 Kilometern überquerten wir dabei knapp 1300 Höhenmeter und waren mit drei Pausen gegen 1 Uhr mittags an unserem Ziel, einer hochgelegenen Berghütte, auf der wir erst einmal leckere Spaghetti verzehrten, angekommen. Da der letzte und mit Abstand anstrengendste Abschnitt der Tour, der ab einer Kirche begonnen hatte, ein Rennen war, dass Sören, Sebastian und Fabian klar gewonnen hatten, wurden sie am Abend von den Lehrern mit einer Überraschung belohnt.
Die Downhill Strecke war dann nicht so extrem anstrengend und man konnte auf den geilen Mountain Bikes, schön den Berg runter heizen, wodurch es auf dem Rückweg insgesamt deutlich entspannter war. Nebenbei machten wir auch noch an einem anderen See, dem Lago Di Tenno, halt. Am Abend wurden letztlich bei einer Ansprache am Hotel Pool unsere drei leistungsstarken Sieger, mit einer Art Berg-Trikot, wie man es von der Tour de France kennt, ausgezeichnet.


Am Mittwoch waren wir erst für drei Stunden wandern, was für alle, bis auf den Johannes, der mit seiner Höhenangst zu kämpfen hatte, eine tolle Sache gewesen ist (Kleiner Scherz am Rande). Es war ein chilliger Programmpunkt, wozu man sagen muss, dass die Aussicht bei der Wanderung atemberaubend, sowie die Natur traumhaft war.

Umso nicer war es, als wir irgendwann einen Aussichtspunkt erreicht hatten, an dem wir mit den eigens von Urs zur Studienfahrt designten T-Shirts ein Gruppenfoto geschossen hatten. Für dessen Aufwand, muss ich ihm im Namen unserer Gruppe, auf jeden Fall nochmal ein Dankeschön aussprechen und loben, wie professionell er diese gestaltet hat. Herr Krucker, ein wahrer Ehrenmann. Gegen Mittag bekamen wir Freizeit, während Teile von uns z.B. ein Beachvolleyball Turnier gespielt, sich beim Laufen auf einer Slackline versucht oder Pizza gegessen hatten.
Um 16 Uhr machten wir dann auf dem Gardasee eine Kajaktour, bei der erstaunlicherweise keines von unseren Kajaks umgekippt war. Auch hier gab es wieder ein Rennen und dieses Mal waren Karla und Fabian die glücklichen und verdienten Gewinner. Beim Kajakfahren hatten wir, wie am darauffolgenden Tag beim Canyoning, Neoprenanzüge an und es war eine super Erfahrung, bei der Teamwork das wichtigste war. Zum Leid von meinem Partner konnte dieser während der kompletten Zeit nicht gerade auf mich zählen und weil ich so faul beim Paddeln war, verloren wir knapp.


Am Donnerstag ging es um 8:30 Uhr, nicht wie ich fälschlicherweise dachte 8:45 Uhr, zu guter Letzt als krönenden Abschluss mit dem Bus zum Canyoning nach Tignale, wo wir nach einer dreiviertel Stunde ankamen und ab dort in kleinen Transportern in die Nähe des Einstiegs vom Canyon gefahren wurden. Nach dem Anziehen, der dabei getragenen Ganzkörper Neopren Anzüge, legten wir in diesen das restliche Stück, welches es aufwärts ging, mühsam zu Fuß zurück. Obwohl es in ihnen verdammt heiß wurde, hatten wir spätestens nach einem Tauchgang im eiskalten Wasser des Canyons den Anzug mit seiner enormen Wärmekapazität zu schätzen gewusst.
Die ersten Meter waren, verglichen mit dem, was kommen sollte, echt harmlos und wer dachte mit dem ersten großen Sprung wäre es genug gewesen, der hatte sich geschnitten. Einmal konnte man sogar zwischen einem 5m hohen, einem 2m hohen Sprung und der wegen ihrer Enge sog. “Geburtsrutsche” entscheiden. Daraufhin ging es Schlag auf Schlag mit Rutschen, Springen und Abseilen weiter und es wurde am Schluss wie schon beim Wandern ein episches Gruppenbild geknipst. Da beim Canyoning ein Fotoservice mit inbegriffen war, ist zudem manch eher peinliches Bild entstanden, woran man sich gerne zurückerinnern wird.
Am Ende hatte selbst Wolf ein strahlendes Gesicht und lächelte nicht, wie es sonst typisch für ihn ist, hinterhältig (Ich denke, dass man sich so einen Witz ja wohl noch erlauben darf). Es hatte gute und berechtigte Gründe, dass sich keiner ein breites Grinsen verkneifen konnte und die waren der riesige Spaß, als auch die Mengen an ausgeschütteten Adrenalin. Es war, wenn man das an der Stelle so sagen darf, schlicht mega krass. Nachmittags hatten wir erneut Freizeit und es wurde nach dem Abendessen auf einer Anlage im Ort ein Minigolf Turnier gespielt, wobei Nadja Fingerspitzengefühl bewies und sich das ihr und den beiden Kajak Champions spendierte Eis redlich verdiente.


Freitags wurde im Übrigen ausgecheckt und wir traten nach dem Frühstück um 9 Uhr mit dem Bus die Rückfahrt an, wofür wir zwar gefühlt länger als bei der Hinreise gebraucht hatten, aber aufgrund einer Pause weniger an einer Raststätte, dieselbe Zeit brauchten. Im Verkehrsraum Stuttgart standen wir natürlich im Stau, was kein Wunder war. Doch das alles war selbst dann nicht schlimm, falls man wie ich, bei keinem der Wettbewerbe den ersten Platz belegte, wofür die Schuld ganz sicher nicht bei mir lag :-). Ich würde es ja gerne wie sonst auf die anderen oder einfach auf das Wetter schieben, das nicht gerade perfekt gewesen ist, aber ich bin selbst schuld. By the way war es meistens recht sommerlich und häufig sonnig, von dem her hätte es auch schlechter sein können.
Bleibt mir bloß übrig, danke für all die unvergesslichen Momente mit euch, dem Rest der J1 zu sagen. Ich bin froh, dass jeder einzelne von euch mit am Start war und spreche natürlich auch einen besonderen Dank an Frau Huber und Herr Iwanski aus, die immer eine coole Idee parat hatten und die besten Lehrer für die Gardasee Studienfahrt waren. Grazie e Ciao, Lukas