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Berichte/Presse

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Exkursion der Neuntklässler nach Natzweiler-Struthof

Autor: Redakteur
Artikel vom 28.06.2018

Letzte Woche unternahmen die Neuntklässler des Salzach-Gymnasiums eine Reise in das sicher dunkelste Kapitel der deutschen Vergangenheit. Ziel war das in den Vogesen gelegene ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Von diesem Stammlager aus wurden während der Jahre der Nazidiktatur von 1933 bis 1945 verschiedene Arbeitslager im Südwesten des Reichsgebietes kommandiert, unter anderem auch das Außenlager in Vaihingen-Enz. Insgesamt rund 52000 Häftlinge waren auf dem Struhof interniert, davon kamen 22000 dort, in den Außenlagern oder auf dem Weg dorthin ums Leben. Viele starben an Entkräftung und Unterernährung in den nahe gelegenen Granitsteinbrüchen, andere wurden aus nichtigen Anlässen hingerichtet oder starben bei Fluchtversuchen am Elektrozaun oder durch Schüsse der Wachposten. Besonders perfide waren die medizinischen Experimente mit Häftlingen und die Vergasung von 86 jüdischen Personen, deren Skelette als Präparate für die Straßburger Universität dienen sollten. Mit dem Feuer der Krematorien wurde warmes Wasser bereitet, die Asche der Toten diente als Dünger.


All diese traurigen Geschehnisse wurden kompetent und anschaulich von den Geschichtslehrerinnen Debora Metzger und Lena Kaufmann berichtet. Die Lagergebäude, Zeitzeugenberichte, Bilddokumente und Zeichnungen Überlebender verlieh der Besichtigung etwas sehr Anschauliches und Unmittelbares. In scharfem Kontrast dazu stand die herrliche Landschaft der Vogesen, die den schauerlichen Eindruck noch verstärkte.