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Berichte/Presse

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Vortrag über die UNO: Ex-Maulbronner Matthias Reister sprach vor SGM-Schülern

Autor: Redakteur
Artikel vom 12.01.2020

Bereits 20 Jahre Matthias Reister lebt in mit seiner Familie in New York. Doch seine Wurzeln hat der Abteilungsleiter in der Statistikabteilung der Vereinten Nationen in Maulbronn, und immerhin hat er dort auch einen Teil seiner Schulzeit verbracht. Während des Weihnachtsurlaubs im Ländle folgte er zur Freude von SGM-Schulleiterin Christine Stamler deren Einladung und hielt vor Schülerinnen und Schülern der Klassen 10 bis 12 des Salzach-Gymnasiums einen englischsprachigen Vortrag. Thema war seine Arbeit beim „Department of Economic and Social Affairs“ (DESA) der UN.

Nach einigen einführenden Worten über das Leben in New York City erläuterte Herr Reister die Struktur und die Aufgaben einiger der Unterorganisationen der UN, insbesondere die Förder- und Hilfsprogramme der Weltbank und des Welternährungsprogramms. Insgesamt arbeiten etwa 110.000 Mitarbeiter bei der UN, so dass der gesamte Apparat bisweilen recht unübersichtlich werden kann – zumal es fast unmöglich ist, in allen Ländern der Vereinten Nationen einheitliche Standards im Vorgehen der Verwaltung herzustellen.
In den friedenssichernden oder humanitären Einsätzen der Blauhelme, die derzeit in 13 Konfliktherden weltweit durchgeführt werden, sind weitere 100.000 Menschen bei einem Budget von rund 7 Milliarden US-Dollar im Einsatz.
Die Abteilung, der Matthias Reister vorsteht, erstellt mit Hilfe von Statistiken den Bericht über die Nachhaltigkeits-Indikatoren, die Aufschluss über die weltweiten künftigen Entwicklungen geben.

Reister gelangte nach seinem Studium in Marburg über verschiedene Tätigkeiten in Deutschland über ein Auswahlverfahren, bei dem besonders jüngere Mitarbeiter gesucht wurden nach New York zur UN. Seine Tochter besucht dort die German International School of New York, die als private Institution hohe Schulgebühren verlangt, welche aber im Vergleich zu anderen Schulen sogar eher moderat ausfallen. Überhaupt sei das Leben in New York exorbitant teuer.
Als Erschwernis für die Arbeit im Statistikbereich sieht Reister für die Zukunft vor allem die Tatsache, dass inzwischen in Industrieländern Suchmaschinen wie Google oder soziale Netzwerke mehr Daten sammeln als Staaten. Das Problem sei allerdings, dass sehr junge und älter Menschen das Internet wenig oder gar nicht nutzen – mit dem Effekt, dass über diese Altersgruppen wesentlich weniger Daten zur Verfügung stünden. Für die Zukunft der UN selbst sieht Reister die zunehmend erkennbare Abkehr vom Multilateralismus und den Trend vieler Staaten zu verstärkt nationalem Handeln als große Herausforderung.